Fazit:
Der Kilometerstand ist ein objektives Maß für die tatsächliche Nutzung eines Fahrzeugs und entscheidend für dessen Wert beim Autoankauf. Er zeigt, wie viel das Auto seit der Erstzulassung gefahren ist, und liefert Rückschlüsse auf den Zustand von Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremsen. Niedrige Laufleistung steht meist für schonende Fahrweise und geringen Verschleiß, hohe Kilometerzahlen deuten auf intensivere Nutzung und möglichen Reparaturbedarf hin. Profis gleichen den abgelesenen Wert stets mit Servicehistorie, TÜV-Berichten und Inspektionsheften ab, um Manipulationen auszuschließen und ein stimmiges Bild vom Pflegezustand zu erhalten.
Die Exaktheit des Kilometers ist zentral: Manipulationen werden mittels OBD-Auslesung, Abnutzungsprüfung von Pedalen, Sitzen und Lenkrad sowie lückenloser Dokumentation erkannt. Zudem fließt die Art der Nutzung – Stop-and-go im Stadtverkehr versus lange Autobahnfahrten – in die Bewertung ein. Der Marktwert wird üblicherweise durch eine Kilometerstaffelung angepasst: Liegt der Stand deutlich über den üblichen 10.000 bis 20.000 km pro Jahr, fällt der Preisabschlag stärker aus, um mögliche Reparaturkosten zu kompensieren.
Sowohl Verkäufer als auch Käufer profitieren von Transparenz: Eine sorgfältige Dokumentation aller Zwischenstände und Belege erhöht das Vertrauen und kann den Ankaufspreis positiv beeinflussen. Genaue Ablesung und Festhaltung im Kaufvertrag sichern eine faire, nachvollziehbare Preisgestaltung auf Basis eines realistischen Kilometerstands.