Der Kfz-Brief, offiziell Fahrzeugbrief genannt, ist das zentrale Nachweisdokument im deutschen Zulassungswesen und essenziell für jeden Gebrauchtwagenkauf. Er enthält alle fahrzeugrelevanten Daten – von der FIN über Typ- und Ausstattungsvarianten bis zu Historie und eingetragenen Belastungen wie Pfandrechten. Nur mit dem Original lassen sich Ummeldungen und neue Kennzeichen beantragen, weshalb Käufer und Verkäufer gleichermaßen auf dessen Vollständigkeit und Unversehrtheit achten müssen. Rechtliche Änderungen im Brief (Halterwechsel, Adressänderung, Stilllegung) dürfen ausschließlich von den zuständigen Behörden vorgenommen und werden jeweils mit Datum, Institution und Unterschrift dokumentiert, um Manipulationen auszuschließen. Geht der Brief verloren, gestohlen oder beschädigt, ist unverzüglich bei der Zulassungsstelle eine Ersatzbeantragung mit Identitätsnachweis und eidesstattlicher Versicherung einzuleiten – erst nach Ausstellung des neuen Dokuments sind weitere Zulassungsvorgänge oder Verkäufe möglich. Die physische Existenz des Kfz-Briefs verschafft dem Käufer die Gewissheit, dass keine finanziellen Belastungen mehr bestehen, und ermöglicht dem Verkäufer eine rechtssichere Geltendmachung des Verkaufserlöses. Insgesamt bildet der Fahrzeugbrief die Grundlage jeder rechtlich sauberen Autotransaktion in Deutschland.