Der Dieselmotor ist ein auf Selbstzündung basierender Viertakt-Verbrennungsmotor, der dank sehr hoher Kompression (Verdichtungsverhältnisse von 14:1 bis 22:1) Dieselkraftstoff direkt im Zylinder entzündet. Entwickelt von Rudolf Diesel ab 1893, setzte er erstmals auf Erdöl und erreichte deutlich höhere Wirkungsgrade als zeitgenössische Dampfmaschinen. Moderne Common-Rail-Systeme arbeiten mit Drücken bis zu 2.500 bar und ermöglichen eine präzise Einspritzung, die Leistung, Verbrauch und Emissionsverhalten optimiert.
Zu den Stärken des Dieselmotors zählen sein hoher thermischer Wirkungsgrad, ein kräftiges Drehmoment bereits im unteren Drehzahlbereich sowie eine vergleichsweise lange Lebensdauer. Das führt zu bis zu 30 % geringerem Kraftstoffverbrauch gegenüber Benzinern gleicher Leistungsklasse und macht ihn ideal für schwere Lasten, Nutzfahrzeuge und Langstreckenbetrieb.
Dem gegenüber stehen gesundheitsschädliche Stickoxide (NOₓ) und Partikel (Ruß), die nur mit komplexen Abgasnachbehandlungssystemen wie Dieselpartikelfilter (DPF) und SCR-Katalysator (AdBlue) normgerecht reduziert werden können.
Dank seiner Robustheit findet der Dieselmotor Verwendung in Pkw, Lkw, landwirtschaftlichen Maschinen, Schiffen und stationären Generatoren. Zukünftige Entwicklungen zielen auf alternative, CO₂-ärmere Kraftstoffe (HVO, E-Diesel) sowie auf Hybridisierung, um Emissionen weiter zu senken und den Dieselantrieb auch unter verschärften Umweltauflagen wettbewerbsfähig zu halten.